Vorstand des Vereins

Ilona Dehner - Vorsitzende

Mein Name ist Ilona Dehner,

  • gut hörend 1957 geboren
  • mit 5 Jahren an Meningitis erkrankt, danach ständige Mittelohrentzündungen
  • mit ca. 9 Jahren angefangen erst die Eltern, dann die Lehrer durch „Mund absehen“ auszutricksen - Pech wenn das Gesicht abgewandt war, aber dann gab‘s halt  Ausreden
  • durch einen aufmerksamen Lehrer wurde mein Hörproblem erkannt
  • mit 14 Jahren bekam ich ein Hörgerät (rechts) und eine Zahnspange dazu
  • mit 18 Jahren das Hörgerät bei Meetings auch ab und zu getragen
  • ich musste 22 Jahre werden, um zu erkennen und zu akzeptieren  - JA ich bin schwerhörig - Seitdem trug ich mein Hörgerät (links war ich in zwischen taub) nicht gern - aber mit Überzeugung.
  • mit 54 Jahren eine Reha in Bad Nauheim, und zum ersten Mal traf ich auf Menschen, insbesondere    medizinisches Personal, welche mich und meine Hörbeeinträchtigung verstanden - Sie waren selbst Betroffene und trugen Hörgeräte oder Implantate
  • mit 56 Jahren war es soweit - das taube Ohr wurde mit einem Cochlea Implantat versorgt.
  • Ich war erschrocken und gleichzeitig total begeistert, als ich nach der Anpassung nicht nur all die vielen Geräusche hören konnte – sondern auch Worte verstehen konnte.
  • zwei Jahre Später dann das zweite CI

Ich wollte einfach nicht mehr nur bloß hören, ich wollte endlich auch wieder verstehen ohne ständig 200% aufmerksam sein zu müssen.

Frei nach der abgewandelten Devise: „Mit dem Zweiten - versteht man besser“ und einfach wieder "dazugeHören".

Damit noch mehr Menschen von meinen Erfahrungen, über den Weg vom Hörgerät zum Cochlea Implantat profitieren können, stehe ich im Rahmen unseres Verein, beratend zur Verfügung.

Ilona Dehner - Vorsitzende des Schwerhörigenverein Cottbus
Ilona Dehner - Vorsitzende des Schwerhörigenverein Cottbus

Sven Kempe - stellvertretender Vorsitzender

  • 1980 normal hörend geboren
  • 02/2008 Hörsturz auf dem linken Ohr, verbunden mit einer 100%igen Taubheit
  • 03/2016 erhielt ich eine Überweisung an die Uni Klinik Dresden - Nach zahlreichen Tests und Gesprächen stand für mich fest - ein CI kann mir die Welt zum hören und verstehen wieder öffnen.
  • 06/2016 die OP zum Cochlea Implantat fand statt. Nach 5 Wochen wurde der Sprachprozessor angepasst – es war und ist unglaublich – ich kann wieder hören und verstehen.
  • 07/2017 schloss ich erfolgreiche die Reha mit 85 % Sprachverstehen ab.
  • 2017 fand ich Anschluss an eine CI-Gruppe im Schwerhörigenverein Cottbus e.V., wo ich meine Erfahrungen mit dem Leben eines Cochlea Implantat austauschen und auch selbst viel Neues erfahren kann. Aus diesem Grund wurde ich auch Mitglied im Verein.
  • Mein Interesse gilt insbesondere der Verbreitung und Installation von entsprechenden Höranlagen in öffentlichen Räumen. So konnte 2019 in der Lutherkirche in Cottbus, im Zusammenhang mit den notwendigen Baumaßnahmen, eine solche FM-Anlage eingebaut werden.
  • Um genau das weiter zu begleiten und beratend zu unterstützen, bin ich seit 2019 auf diesem Gebiet im Vorstand aktiv.
  • Als Vertreter des Vereins bin ich im Behindertenbeirat der Stadt Cottbus bestrebt die Belange hörgeschädigter Menschen, im öffentlichen Raum, zu thematisieren und entsprechende Anregungen einzubringen.
Sven Kempe, stellvertretender Vorsitzender des Schwerhörigenverein Cottbus
Sven Kempe, stellvertretender Vorsitzender des Schwerhörigenverein Cottbus

Dieter Kattusch - Schatzmeister

  • Meine Entwicklung verlief bis zum 27. Lebensjahr gesundheitlich völlig unauffällig.
  • Dann ereilte mich plötzlich ein Hörsturz auf dem linken Ohr. Die eingeleiteten Untersuchungen ergaben u.a. eine bis dahin unbemerkte völlige Taubheit des rechten Ohres. Ursache dafür war wahrscheinlich eine schwere Virenerkrankung im Säuglingsalter. Leider gab es damals noch kein Hörscreening für Säuglinge.
  • Im Ergebnis dieses Hörsturzes trage ich seit dieser Zeit zum Ausgleich meines Hörverlustes ein Hörgerät.
  • Leider haben in den folgenden Jahren mehrere weitere Hörstürze mein noch vorhandenes Hörvermögen weiter verschlechtert. Bisher gelang es aber immer mit den entsprechenden Hörhilfen einen Ausgleich zu schaffen.
  • Ein Austausch mit ebenfalls Betroffene war mir immer sehr wichtig und so bin ich 1983 Mitglied im damaligen Gehörlosen- und Schwerhörigen-Verband der DDR, dem heutigen Schwerhörigenverein Cottbus e.V. geworden.
  • Seit 2002 übe ich die Funktion des Schatzmeisters im Verein aus.
Dieter Kattusch, Schatzmeister des Schwerhörigenverein Cottbus
Dieter Kattusch, Schatzmeister des Schwerhörigenverein Cottbus

Katrin Stiller-Russek - Mitglied des Vorstandes

Mein Name ist Katrin und ich bin die Mama von Leopold. 
Leopold ist Ende 2008 geboren. Bei ihm liegt eine seit seiner Geburt beidseitige, an Taubheit grenzende, Innenohrschwerhörigkeit vor.
Sein Hörscreening zum 1.Lebenstag war auffällig und es gab die Vermutungen, dass zum einen die Messgeräte veraltet sind bzw. er vermutlich noch Fruchtwasser in den Gehörgängen hat, wonach die Messung ungenau und auffällig ausfallen kann

  • zeitnah Test im Schlaflabor des CTK Cottbus, es endete mit ebenso auffälligen Ergebnissen und den Worten …veraltete Geräte, sollen uns mal keine Gedanken machen.
  • Herbst 2009: ein in Cottbus ansässiger HNO Arzt stellte, entgegen unserer Wahrnehmungen , die Diagnose, dass unser Sohn hörend sei…, anmaßender weise mit dem Nachsatz, „es sei halt nur die Frage, ob er uns hören wolle“.
  • Nach Vorstellungsterminen bei mehreren HNO Ärzten in und um Cottbus sowie einer zwischenzeitlichen, durch die Krankenkasse gewünschten, Versorgung mit Hörgeräten – das Ergebnis hinsichtlich Hörvermögen lief erwartungsgemäß gen Null, wurde nach drei BERA Tests (Hirnstammaudiometrie, diagnostisches Verfahren in der HNO zur Beurteilung objektiver Hörfähigkeiten) im Mai 2010 in der HNO Klinik des CTK Cottbus festgestellt, dass Leopold an einer beidseitigen, an Taubheit grenzenden, Innenohrschwerhörigkeit leide. Der darüber hinaus zaghaft geäußerte Verdacht , er könne eventuell auch nur an einem beidseitigen Trommelfellerguss - seine Trommelfelle waren auffällig dunkel - leiden, bestätigte sich nach einer OP im Juni 2010 leider nicht.
  • Anfang Juli 2010 nahmen wir den ersten telefonischen Kontakt mit dem sächsischen Cochlear Implant Centrum (SCIC) in Dresden auf. Nach mehreren Tests, einem erneuerten BERA Test und vielen beratenden Gesprächen blieb auch dort das Ergebnis – unser Kind kann nicht hören – und wir entschieden, Leopold beidseitig mit Cochlea Implantaten versorgen zu lassen, um ihm eine Teilhabe an der hörenden Gesellschaft zu ermöglichen.
  • Im September 2010 erfolgte operativ die Versorgung mit den Implantaten. Anfang September die Anpassung der Sprachprozessoren.
  • es schloss sich eine intensive Frühförderung durch das BWS Spremberg GmbH mit Schwerpunkt Sprach- und Hörverständniss an, welche Leopold über das Kindergartenalter hinaus bis rein in die Anfänge seines ersten Schuljahres an einer Regelschule in Cottbus genießen durfte. Darüber hinaus erhielt er regelmäßig logopädische Therapien im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) Cottbus.
  • Leopold besuchte zunächst einen Regelkindergarten, wechselte ab seinem dritten Lebensjahr in einen Integrativen Kindergarten. Dort erhielt er einen Teil seiner logopädischen Therapien sowie der Frühförderung, so dass nicht mehr alle Therapien im häuslichen Bereich stattfanden, was uns als Familie entlastete.
  • Im Frühjahr 2015, vor seinem Schuleintritt im August 2015, wurde in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, der zukünftigen Grundschule, der Stadt Cottbus zuzüglich der Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstelle und uns Eltern ein Förderausschuss einberufen, um unter Berücksichtigung seiner Besonderheiten und Bedürfnisse Maßnahmen zu treffen, die die Beschulung an einer Regelschule am Heimatort ermöglichen. Dabei wurden sachliche wie auch räumliche Ausstattungen, Hilfsmittel sowie die Themen pädagogische Unterrichtshilfen, Förderstunden und Einzelfallhelfer für den Schulhort und anderem beraten und beschlossen.
  • Ab Herbst 2019 wechselte er an die Wilhelm-von-Türk-Schule in Potsdam, die einzige Schule für die sonderpädagogischen Förderschwerpunkte „Hören und Sprache“ im Land Brandenburg und ist dort wochentags im dazugehörigen Wohnheim untergebracht.
Katrin Stiller-Russek, Mitglied des Vorstandes des Schwerhörigenverein Cottbus
Katrin Stiller-Russek, Mitglied des Vorstandes des Schwerhörigenverein Cottbus

Andrea Koslowsky - Mitglied des Vorstandes

Mein Name ist Andrea Koslowsky,

  • Mutter eines 7-jährigen schwerhörigen Sohnes
  • nach der Geburt gab es ein auffälliges Neugeborenenhörscreening
  • Diagnose: leichtgradige Schwerhörigkeit links, mittelgradige Schwerhörigkeit rechts
  • eine erste Hörgeräteversorgung erfolgte mit 4 Monaten
  • das war sehr wichtig für eine normale Sprachentwicklung
  • eine deutliche Verschlechterung führte 2017 zu einer Ertaubung auf der rechten Seite
  • auf der Suche nach Erfahrungen, Möglichkeiten und evtl. Unterstützung im Umgang mit schwerhörigen Kindern, sind wir auf den Schwerhörigenverein Cottbus e.V. gestoßen. Hier fanden wir zwei Eltern, deren Kinder bereits mit Cochlea Implantaten versorgt waren. Der Austausch mit Ihnen hat uns sehr geholfen, die optimale Entscheidung für unseren Sohn zu treffen.
  • Im September 2017 wurde das rechte taube Ohr mit einem CI versorgt - Nach der Erstanpassung hatte unser Sohn schnell ein gutes Sprachverstehen.
  • Aktuell verschlechtert sich die linke Seite bis zu an Taubheit grenzend - Nur ein sehr starkes Hörgerät kann den Hörverlust noch ausgleichen.
  • Unser Sohn besuchte eine Integrationskita und erhielt eine Frühförderung über die Lebenshilfe Spremberg.
  • Seit August 2019 besucht unser Sohn eine Regelschule.
Andrea Koslowsky - Mitglied des Vorstandes des Schwerhörigenverein Cottbus
Andrea Koslowsky - Mitglied des Vorstandes des Schwerhörigenverein Cottbus